Praktikum in der Integrationskita „Sonnenblume“
Freitag, 29. Juli 2011
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Das Thema „Inklusion“ wird momentan rauf und runter diskutiert. Auf Grundlage der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen sollen u.a. bis 2019 alle Kinder - unabhängig ihrer Voraussetzungen - gemeinsam eine Schule besuchen. In vielen Kindertageseinrichtungen im Land ist dies bereits Praxis. Dies nahm die Landtagsabgeordnete Kerstin Kircheis zum Anlass und absolvierte ein „1-Tages Praktikum“ in der Integrationskita „Sonnenblume“ der Arbeiterwohlfahrt (AWO).

Eine Integrationskita bedeutet einen erhöhten Mehraufwand und die Herausforderungen für die Erzieher sind enorm. Viele Kinder benötigen aufgrund ihres Entwicklungsstandes oder körperlicher Einschränkungen eine besondere Förderung. Aber auch die Vorteile liegen klar auf der Hand: Das behinderte Kind wird nicht ausgegrenzt und kann, wenn Eltern dies möchten in seinem heimatlichen, familiären Umfeld aufwachsen. Behinderte Kinder erhalten enorme Entwicklungsanreize durch das Vorbild der nichtbehinderten Kinder, denn Kinder lernen am liebsten von Kindern. Nichtbehinderte Kinder lernen, dass es normal ist, anders zu sein. Vorurteile gegenüber behinderten Menschen können so gar nicht erst entstehen.

Und die Praxis zeigt, dass es funktioniert. Wie selbstverständlich gehen die Kinder miteinander um. Es gibt dicke Freundschaften, verschiedene Grüppchen und auch mal Streit. Auch wenn klar ist, dass das Thema Inklusion nicht
nur auf den Bereich Bildung reduziert werden sollte, so schaffen wir doch dort die Grundvoraussetzungen für alle anderen Bereiche. Wer von Kindesbeinen an mit behinderten Altersgenossen in Kontakt kommt, der wird auch in
seinem späteren Leben keine Berührungsängste haben und eine gewisse Selbstverständlichkeit entwickeln.

 
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