Kerstin Kircheis

Kosten für Energiewende bundesweit gerecht aufteilen

Die SPD-Fraktion im Bundestag hat sich für eine bundesweite Angleichung der Netzentgelte noch in dieser Legislaturperiode ausgesprochen. Diese Forderung unterstützt der energiepolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag, Ralf Holzschuher, und erklärt:

"Das Land Brandenburg ist beim Ausbau der erneuerbaren Energien über Jahre Schrittmacher gewesen. Wir haben aber immer deutlich gemacht, dass der Ausbau der Erneuerbaren auch mit einem gerechten Lastenausgleich verbunden sein muss. Die CDU/CSU im Bundestag will jetzt offenbar die zugesagte Reform der Netzentgelte auf die lange Bank schieben oder durch Verschieben der Netzausbaukosten in die EEG-Umlage neue Ungerechtigkeiten schaffen. Das hätte erhebliche Auswirkungen auch für das Land Brandenburg. Stromkunden in unserem Land hätten weiterhin höhere Strompreise zu verkraften. Eine weitere Belastung der Verbraucher zu Gunsten einiger weniger Profiteure ist weder gerecht noch hinnehmbar. Das Land wird dann seine Rolle in der Energiewende hinterfragen müssen: Es kann nicht sein, dass von dieser grundsätzlich richtigen Wende nur einige Regionen vor allem im Süden Deutschlands profitieren, während die Menschen in den ostdeutschen Ländern draufzahlen. Wir werden bei der anstehenden Überarbeitung der Energiestrategie des Landes sehr genau darauf achten, wie der Bund vorgeht. Ohne eine  deutlich gerechtere Verteilung der Netzentgelte innerhalb Deutschlands würde dem Ausbau der erneuerbaren Energien die Grundlage entzogen."