Kerstin Kircheis

Besuch bei der „Schulkrankenschwester“

Bereits seit Februar dieses Jahres arbeitet die Krankenschwester Sybille Rudnik an zwei Cottbuser Schulen als Schulgesundheitskraft. Die sogenannte „Schulkrankenschwester“ ist ein Modellprojekt der AOK Nordost, die Unfallkrankenkasse Brandenburg, des Landes Brandenburg mit dem Gesundheits- und dem Bildungsministerium und dem Projektträger Arbeiterwohlfahrt (AWO).

Auf Einladung der Landtagsabgeordneten Kerstin Kircheis besuchte die bildungspolitische Sprecherin der SPD Landtagsfraktion Simona Koß in ihrer Anlaufstelle in der Regine-Hildebrandt-Grundschule in Sachsendorf. Drei Tage der Woche ist sie dort, die anderen beiden Tage arbeitet sie an der Fröbel-Grundschule in der Spremberger Vorstadt. Frau Rudnik gab den beiden Abgeordnetinnen einen Einblick in ihre Arbeit. Wichtigste Aufgabe war es zunächst, Vertrauen zu den Schülern, Eltern und auch Lehrern aufzubauen. Aufgeschrammte Knie mit einem Pflaster zur versorgen oder einen verletzten Knöchel zu bandagieren, das sind die Kleinigkeiten des Arbeitsbereiches. Vielmehr geht es  um Prävention, Gesundheitsbildung und den Aufbau von Netzwerken. Vom "gesunden Frühstück", über "richtiges Zähneputzen" zu "wie wasche ich mir richtig die Hände" - ist alles dabei. "Positiv überrascht bin ich von dem wirklich schnell entstandenen Vertrauensverhältnis zwischen allen Beteiligten. Sowohl Schüler, Lehrer als auch eine Vielzahl der Eltern sehen Frau Rudnik bereits als ersten Anlaufpunkt für gesundheitliche Fragen", so die bildungspolitische Sprecherin Simona Koß. "Es muss uns gelingen, dieses entstandene Vertrauen zu verfestigen. Wichtig wird sein, dass Projekt auch nach der Modellphase weiter zu betreiben, dafür muss klar werden, welchen enormen Vorteil die Schulgesundheitskräfte bieten können", ergänzt Kerstin Kircheis weiter.  Bis Oktober 2018 wird das Projekt wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Die Evaluation übernimmt die Berliner Uniklinik Charité.