Kerstin Kircheis

Landtagsabgeordnete Kerstin Kircheis auf Sommertour in Brandenburg

Bürgermeister Thomas Richter und MdL Kerstin Kircheis

Die Cottbuser Landtagsabgeordnete Kerstin Kircheis(SPD) nutzt die sitzungsfreie Zeit in diesem Jahr, um  verschiedene  Verkehrsverbindungen in interessante Orte im Land Brandenburg von Cottbus aus zu testen. In einer ersten Staffel hat sie in dieser Woche  Bad Liebenwerda und Lehnin besucht.  Die verkehrspolitische Sprecherin ihrer Landtagsfraktion erreichte die Kurstadt mit dem Zug von Cottbus aus mit Umsteigen in Falkenberg und auf dem Rückweg mit einer Direktverbindung über Senftenberg. " Bad Liebenwerda ist gut erreichbar. Allerdings hat mich der Zustand einige Bahnhöfe schon etwas schockiert. Hier gibt es eine Menge zu tun.  Die ehemaligen Bahnhofsgebäude liegen brach, gleichen Ruinen. Hier würden einige Orte gut daran tun, Veränderungen zu schaffen. Das sind die Aushängeschilder ihrer Kommunen und wer beim Aussteigen aus dem Zug gleich so eine Ruine sieht, der hat sicher nicht mehr viel Lust auf die Stadt", resümierte sie  nach der Bad Liebenwerda-Tour.  Am südwestlichen Rand unseres Landes traf sie mit dem Bürgermeister Thomas  Richter zusammen.  Der Kurstädter berichtete von einer guten zukunftsweisenden Entwicklung der Wirtschaft, insbesondere der drei großen Unternehmen Bad Liebenwerdaer Mineralquellen, Bauer Fruchtsäfte und Reiß-Büromöbel. Die Getränkehersteller orientieren sich zunehmend auf die Verwendung einheimischer Produkte. Die  Kurstadt ist derzeit dabei, den Heilbadstatus zu erlangen. Die Lausitztherme Wonnemar soll saniert werden, ein Hotelanbau ist vorgesehen. Dazu wird die Stadt die Therme in Eigenregie übernehmen, allein 17, 5 Millionen Euro Fördermittel sollen hier investiert werden. "Bad Liebenwerda ist das Kompetenzzentrum für Gesundheit in Südbrandenburg und das bedeutet aber auch, dass wir stets am Ball bleiben müssen. Die Entscheidungen in Potsdam bezüglich der Investition dauern mir zu lange", betonte Richter. Die verkehrlichen Anbindungen nach Potsdam, Leipzig und Dresden lobte er, bei der neuen dreispurigen Straße , die im Herbst eingeweiht werden soll, mangelt es derzeit an den Leitplanken, die im Moment nicht zu haben sind. Zudem berichtete der Kommunalpolitiker in dem sehr offen geführten Gespräch von dem Pilotprojekt "Kurstadtregion". Dabei schließen sich die Städte  Uebigau-Wahrenbrück, Falkenberg, Mühlberg und Bad Liebenwerda zusammen, bilden eine Dachverwaltung. Letztere soll Schritt für Schritt geschaffen werden. Zum Anfang soll ein gemeinsames Standesamt geschaffen werden und  der Wassertourismus soll  gemeinsam organisiert und beworben werden.

Ein wichtiges touristisches Angebot wird durch den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft gegeben. Im Gespräch mit Naturparkverwaltungschef Lars Thielemann erfuhr die Abgeordnete, dass  die Hauptaufgabe der Verwaltung des 480 Quadratkilometer großen Schutzgebietes die einheitliche Entwicklung ist.   Viele Projekte konnten installiert werden, so  die Wiederansiedlung des Auerhahns, die Wiederbelebung der Streuobstwiesen, die Apfelwochen. "Es ist uns ganz gut gelungen, Menschen anzuregen, regional Produkte zu erzeugen und zu vermarkten. Unser Traum von einer Markthalle ist noch nicht in Erfüllung gegangen, aber der Grüne Markt in Elsterwerda funktioniert ganz gut. Es ist uns ganz gut gelungen, die Menschen mitzunehmen. Es ist immer wichtig keinen Verbots- sondern einen Angebotsnaturschutz zu machen", betonte Thielemann.  Der Naturparkchef gab der Landtagsabgeordneten noch einen Wunsch mit auf den Weg: "Wir haben mit sieben Mitarbeitern begonnen, heute sind wir noch vier. Manchmal merke ich, dass unsere Arbeit auf Kosten der Gesundheit unserer Leute gemacht wird. Personalreduzierungen sind nicht hinnehmbar, sonst funktioniert es bald nicht mehr".