Erinnern ist notwendig

Anlässlich des Gedenktages zur Reichspogromnacht in der vergangenen Woche haben die Landtagsabgeordnete Kerstin Kircheis und der Cottbuser SPD Vorsitzende Gunnar Kurth die Gelegenheit genutzt und haben einige Stolpersteine der Stadt gesäubert. Ausgangspunkt war der Stolperstein von Wilhelm Bode, einem Sozialdemokraten, der am 14. Juni 1940 in Cottbus verhaftet wurde und wegen Hochverrat zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. In Brandenburg-Görden wurde er eingesperrt, doch von dort kehrte er nicht nach Cottbus zurück, auch von anderswo gab es kein Lebenszeichen. Datum und Ursache seines wahrscheinlichen Todes sind bis heute unbekannt.

In Cottbus gibt es über 80 Stolpersteine. Sie sollen an das Schicksal der Menschen erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.