Sicher ankommen in der dunklen Jahreszeit: Wildtiere sind nicht nur in der Paarungszeit aktiv

Brandenburg ist, wie die jährlichen Jagdstrecken zeigen, ein wildreiches Land. Hinweise auf mögliche Wildwechsel gehören außerhalb von Ortschaften zu den häufigsten Warnschildern im Flächenland. Die Unfallstatistiken belegen, dass Autofahrer diese auch ernst nehmen sollten. Wild ist, nicht nur in der so genannten Blattzeit, der Paarungszeit, das ganze Jahr über aktiv. Wildwarnreflektoren, Leitplanken oder Wildzäune sind kein hundertprozentiger Schutz. Auch an so ausgestatteten Streckenabschnitten können Tiere auf die Fahrbahn gelangen.

Eine angepasste Fahrweise ist die erste Voraussetzung, um Wildunfälle zu vermeiden oder zumindest den Schadensumfang zu begrenzen. An einigen Brennpunkten mindern Grünbrücken das Risiko. Eine weitere Maßnahme ist das Freischneiden von Straßenbegleitgrün.

Bei Wildunfällen gehört Brandenburg bundesweit zur Spitze. In Brandenburg ist fast jeder zweite Unfall außerhalb von Ortschaften ein Wildunfall. Im Vorjahr waren 17.092 Fahrzeuge in Unfälle mit Wildtieren verwickelt. 2016 waren es 16.494. Im Vergleich der beiden Jahre bedeutet dies ein Plus von 3,6 Prozent. Über diese jagdstatistisch erhobenen Daten hinaus wird es eine erhebliche Dunkelziffer von Wildunfällen geben. Wildunfälle ohne Schaden am PKW und ohne Personenschaden werden häufig nicht gemeldet. Zudem werden Wildunfälle von kleineren Wildtieren, wie Hasen, Kaninchen oder Füchsen nicht erfasst.

Betroffen sind erwartungsgemäß vor allem Straßen in Wäldern und an landwirtschaftlichen Nutzflächen. Allerdings kommt es auch immer wieder auf Eisenbahnschienen zu Wildunfällen.

Wildunfall und Fallwild – Was tun? Meldepflicht!

Informationen und Handlungshilfe im Netz des Brandenburger Agrar- und Umweltministeriums (Oberste Jagdbehörde):

Direktlink:https://mlul.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.337816.de